Waldfrevler

Historie

Die Waldfrevler einem gescheiterten Kolonisationsversuch stellte 1838 der damalige Schultheiß Stäbler fest, dass es einfacher sei, den Lebensunterhalt der Familie durch einige Stunden illegaler Waldarbeit zu sichern, als mühselig eine kleine Landwirtschaft zu betreiben. Die Agrarpreise fielen und der Holzpreis stieg um das doppelte. Das damalige Forstamt Leonberg meldete der Verwaltung nach Stuttgart, dass etwa ein Drittel der Musberger Bürger dem scharf verfolgten Waldfrevel nachgehe. Die Landvögte stellten das Reisigsammeln unter Strafe und nannten die Musberger "Diebe" Waldfrevler. Die heutigen Waldfrevler versuchen mit ihrer Gruppe durch Reisigsammeln, Besenbinden und dem Verkauf von Besen, die Armut der damaligen Bevölkerung darzustellen.

Häsbeschreibung

Ihr Häs, bestehend aus grobem Stoff, grobem Tuch, in dunklen Farben gehalten, Kopftuch und Weidenkorb der Frauen, sowie Rückentrage (Grädda), derber Stock und Schlapphut der Männer, soll das einfache Leben von damals unterstreichen.