Rauchhäusler

Historie

Die Rauchhäusler aus dem Teilort Kürnbach, in dem es noch ein altes Rauchhaus aus dem 16. Jahrhundert gibt, beziehen sich auf die alten Bauersfrauen, welche früher in den strohgedeckten kaminlosen Häusern Fleisch und Wurst räucherten. Deshalb hatten diese Frauen stets ruß- und rauchgeschwärzte Gesichter. Ein Maskenschnitzer aus Biberach wurde beauftragt, eine Maske zu entwerfen und zu schnitzen. Die Maske sollte das von Rauch geschwärzte Gesicht einer Frau aus dem Rauchhaus darstellen, wie diese wohl im 16. Jahrhundert ausgesehen haben mochten. Am 06. Januar 1972 wurde die Maske vorgestellt. Zu dieser Zeit gab es noch keine einheitlichen Kostüme; ihre Träger zogen einfach bunte Kleider und eine Schürze an, die von der Narrenzunft zur Verfügung gestellt wurde. Seit 1974 haben die Rauchhäusler ein einheitliches Häs. Dazu gehört auch ein ca 1 Meter langer, schwarzer Rauchstecken, an dem eine Schwarzwurst hängt.

Häsbeschreibung

An der hellen rußgeschwärzten Maske ist ein helles blau-weiß geblümetes Kopftuch befestigt. Die langärmlige gelbliche Bluse mit Kragen, der lange braunrote Buntrock und die blaue geblümte Schürze stellen das Häs dar. Dazu kommt eine graue Weste mit grünen Futter, eine weiße bis an das Kniegelenk reichende Spitzenhose, grüne Strümpfe und schwarze Schuhe. In der Hand hält Sie den traditionellen Stecken mit der schwarzen Wurst aus dem Rauchhaus.